Geschenkgutscheine im Salon: mehr Umsatz in der Schweiz
Digitale Geschenkgutscheine bringen planbaren Vorab-Umsatz und neue Kundschaft. So verkaufst du sie in deinem Schweizer Salon richtig.
Im Dezember stand bei einem Studio in St. Gallen jeden Tag jemand an der Tür: „Haben Sie noch Gutscheine?" Die Inhaberin verkaufte in drei Wochen für über CHF 6'000 Geschenkgutscheine - Geld, das im Januar und Februar einen Polster bot, als das Geschäft sonst ruhig ist. Gutscheine sind einer der wenigen Hebel, die gleichzeitig Umsatz vorziehen und neue Gesichter ins Studio bringen.
Warum Gutscheine so stark wirken
Ein verkaufter Gutschein bedeutet Geld heute für eine Leistung später - oft erst Wochen oder Monate danach. Das verbessert deine Liquidität genau dann, wenn du sie brauchst. Dazu kommt der Neukundeneffekt: Wer einen Gutschein geschenkt bekommt, kennt dein Studio meist noch nicht. Aus einer Schenkung wird mit etwas Glück eine Stammkundin.
- Liquidität: Umsatz fliesst sofort, die Leistung erbringst du später.
- Neukundschaft: Beschenkte sind fast immer neue Gesichter.
- Höherer Bon: Eingelöst wird oft mehr als der Gutscheinwert - die Differenz zahlt die Kundschaft drauf.
- Verfall-Effekt: Ein kleiner Teil wird nie eingelöst, bleibt aber als Umsatz (rechtlich beachten, siehe unten).
Digital schlägt Papier
Der klassische Papiergutschein hat ausgedient. Digitale Gutscheine kann deine Kundschaft rund um die Uhr online kaufen - auch um 23 Uhr am 23. Dezember, wenn das letzte Geschenk fehlt. Sie landen sofort per Mail beim Beschenkten, lassen sich nicht verlegen und werden beim Einlösen automatisch verrechnet. Richte den Verkauf direkt über deine Salon-Website ein, damit niemand zum Telefon greifen muss.
Praxis-Tipp: Biete neben Wertgutscheinen auch Erlebnis-Gutscheine an, etwa „Gesichtsbehandlung deluxe" statt „CHF 120". Behandlungspakete wirken hochwertiger als nackte Beträge und werden seltener verglichen.
Rechtliches kurz und schmerzlos
In der Schweiz verjähren Gutscheine grundsätzlich nach zehn Jahren, wenn keine kürzere Frist vereinbart wurde. Eine sehr kurze Befristung ist heikel und kundenunfreundlich. Üblich und fair sind zwei bis drei Jahre Gültigkeit, klar auf dem Gutschein vermerkt. Den Gegenwert eines verkauften Gutscheins verbuchst du als Verbindlichkeit, bis er eingelöst ist - sprich das mit deiner Treuhandstelle ab.
| Gutschein-Typ | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| Wertgutschein | CHF 100 | flexibel, gut planbar |
| Behandlungspaket | 3x Maniküre CHF 240 | bindet, Wiederbesuche |
| Erlebnis-Gutschein | Verwöhnstunde CHF 150 | hochwertig, wenig Vergleich |
So verkaufst du mehr
Gutscheine verkaufen sich nicht von allein - sie brauchen Sichtbarkeit. Platziere den Hinweis auf der Startseite, an der Kasse und in deinen Kanälen. Vor Festtagen, Muttertag und Valentinstag lohnt eine gezielte Aktion. Bewirb sie über die Social-Media-Tools und mach Neukundschaft, die etwa nach Kosmetikstudios in St. Gallen oder Massagen in Luzern sucht, direkt auf deine Gutscheine aufmerksam.
Die richtigen Anlässe übers Jahr
Gutscheine verkaufen sich nicht nur im Dezember. Über das Jahr verteilt gibt es mehrere Spitzen, die du fest einplanen solltest. Wer rechtzeitig zwei Wochen vor dem Anlass darauf hinweist, fängt die Last-Minute-Käufer ein, die sonst zur Konkurrenz gehen.
- Weihnachten: der mit Abstand stärkste Anlass - bereite den Onlineverkauf spätestens Ende November vor.
- Muttertag: im Mai ein Klassiker, gern als fertiges Verwöhnpaket geschnürt.
- Valentinstag: Paar- oder Verwöhngutscheine sprechen im Februar gezielt an.
- Geburtstage: ganzjährig - ein dezenter Dauerhinweis auf der Website holt diese Käufe ab.
Praxis-Tipp: Setze ein kleines Mindestguthaben, etwa CHF 50, statt Gutscheine über winzige Beträge zuzulassen. Das hebt den durchschnittlichen Verkaufswert und passt besser zum Niveau deiner Behandlungen.
Vergiss nach dem Verkauf den zweiten Schritt nicht: Wer einen Gutschein einlöst, ist deine Chance auf eine neue Stammkundin. Empfange diese Person genauso herzlich wie zahlende Laufkundschaft, und gib ihr beim Gehen einen kleinen Anreiz für den nächsten eigenen Termin mit. So verwandelst du ein einmaliges Geschenk Schritt für Schritt in wiederkehrenden Umsatz.
Häufige Fragen
Wie lange müssen Gutscheine in der Schweiz gültig sein?
Ohne abweichende Vereinbarung verjähren sie erst nach zehn Jahren. Üblich und fair ist eine aufgedruckte Gültigkeit von zwei bis drei Jahren - sehr kurze Fristen wirken kundenunfreundlich und schaden deinem Ruf.
Lohnt sich der Aufwand für digitale Gutscheine?
Ja. Sie sind rund um die Uhr kaufbar, gehen nicht verloren und werden automatisch verrechnet. Gerade im Weihnachtsgeschäft bringen sie planbaren Vorab-Umsatz, der ruhige Monate abfedert.
Wie verbuche ich verkaufte Gutscheine?
Der Verkaufserlös ist zunächst eine Verbindlichkeit und wird erst beim Einlösen zum Umsatz. Kläre die genaue Behandlung inklusive MWST-Zeitpunkt mit deiner Treuhandstelle ab, damit die Abrechnung sauber bleibt.
Fazit
Geschenkgutscheine bringen dir Liquidität, Neukundschaft und oft einen höheren Bon beim Einlösen - vorausgesetzt, sie sind digital, fair befristet und gut sichtbar. Wer den Verkauf direkt über die eigene Buchungsplattform abwickelt, macht aus einem Geschenk regelmässig einen neuen Stammgast. Beautinda macht genau das einfach.












